jeudi 2 novembre 2017

Sportmission | kleine Schritte auf dem richtigen Weg

Heute besuchte uns Jerome T. Er ist der Verantwortliche für die sportmissionarische Arbeit BOGO WULI, die der Jugendarbeit unserer Partnergemeinden im Raum Bamako eingegliedert ist. Wir tauschten Ideen aus, die uns helfen, den nächsten internationalen Sporteinsatz nach Weihnachten mit Leben zu füllen. Am 19. November soll noch während unseres aktuellen Maliaufenthaltes ein kleines Volleyballturnier mit christlichen Mannschaften aus Bamako stattfinden. 
Bei dieser Gelegenheit werden wir Bälle und Netze an Jugendkreise verteilen, die dabei sind, Mannschaften zu gründen. Oft fehlt aber auch der geeignete Platz, wo Volleyball- und Fußballtraining durchgeführt werden kann. Hier setzen wir bewusst auf die Pastoren und Leiter der Gemeinden, damit sie ihre gute Vernetzung und soziale Stellung als religiöse Vorbilder in den jeweiligen Kommunen nutzen, um den Jugendlichen Freiräume zu schaffen. Außerdem ermutigen wir die jungen Christen, gemeinsam mit muslimischen Jugendlichen zu trainieren. Bei der Sportmission geht es nicht ums große Geld. Auch wenig materielle Unterstützung kann Großes bewirken. Entscheidend sind die Beziehungen, aber auch der Wille, die eigenen Möglichkeiten zielführend einzusetzen und den Sport als Basis zur Vermittlung christlicher Werte zu nutzen.
Das mitgebrachte Material wurde gezielt von BOGO WULI angefragt. Das sind kleine Gesten, die ermutigen und helfen, konkrete Lücken zu füllen. Freunde und Sponsoren der Sportmission in Mali haben uns dankenswerterweise geholfen, die Sachen zu besorgen. 
Jerome erzählte uns von einigen Events, die BOGO WULI in den letzten Wochen organisiert hat. Am 8. September spielte die Mannschaft unserer Partnergemeinde Kouloubleni gegen das Team der Nationalgarde. Diese Begegnungen entwickeln sich langsam zu einer Tradition. Es war nicht das erste Aufeinandertreffen. Selbst der Chef der Nationalgarde ließ es sich nicht nehmen, dabei zu sein und die Jungs bei ihrem sportlichen Wettkampf anzufeuern. Jerome holte sein Smartphone hervor und zeigte uns stolz einige Spielszenen, die er aufgenommen hatte. 
Genau das ist das Ziel von BOGO WULI. Christen und Nichtchristen treffen sich und machen Sport. Dabei lernt man sich kennen und redet miteinander über das Leben, über Gott und die Welt.  
Übrigens ... Der Slogan des auf dem Bild zu sehenden T-Shirts ist zwar vielsagend, entspricht aber nicht der Meinung der Redaktion.
Zurück zur Sache ... Auch zu Jugendkreisen anderer Gemeindeverbände in Bamako bestehen  inzwischen „sportliche Kontakte“. BOGO WULI wurde sogar vom Präses des uns nahestehenden Gemeindebundes, der Eglise Ev. Protestante au Mali, eingeladen, die sportlichen Aktivitäten während des diesjährigen Jugendkongresses vom 11. bis 18. September zu koordinieren. Bei diesen "innerkirchlichen Begegnungen" bleibt zu hoffen, dass junge Christen nicht wie so oft, im eigenen Feld bleiben, sondern vielmehr das Potential des Sports nutzen, um den Dialog mit ihren muslimischen Freunden zu nutzen.
Auch zu Fußballmannschaften, die in der 2. Division der malischen Fußballliga kicken, bestehen Verbindungen. Die Plattform weitet sich, und es zeigen sich potentielle Partner am Horizont, die bei der weiteren Entwicklung der sportmissionarischen Arbeit in Mali hilfreich sein könnten.
Am 12. dieses Monats treffen wir uns mit dem Komitee von BOGO WULI zu einem Vorbereitungstreffen in großer Runde. Es sind kleine Schritte, die wir begleiten – Schritte auf einem richtigen Weg.