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Steppentanz Band 4 - Feiern auf neuen Wegen

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Der vierte Band aus unserer Reihe Steppentanz ist erschienen. WIe in den Bänden zuvor geht es darum, Erfahrungen aus unserer Arbeit in Mali darzustellen und zu reflektieren. AUßerdem geht es darum, Entwicklungen aus Kultur und Gesellschaft zu beleuchten. Bei allem ist es uns auch wichtig, immer wieder grundzätzlich nachzudenken und unser Denken und Handeln theologisch zu überprüfen. Wir gehen auf Entdeckungsreisen, an bekannte Orte und an neue – in Gefängnisse, in Klassenräume, auf Sportplätze in Gemeinden und Dörfer. Wir geben Einblicke in unsere vielfältige Arbeit vor Ort. Wir erinnern uns, wir feiern und sind erstaunt über das, was geworden ist. Wir reflektieren die Zwischentöne einer auch in Mali sich wandelnden Gesellschaft. Wir fragen danach, was Jazz mit Mission zu tun hat und wie man „Euthanasie“ und Mission zusammendenken kann. Glauben Christen und Muslime an den einen gleichen Gott? Was hat die Jungfrauengeburt mit Mission zu tun und worin unterscheidet sich der Dienst eines…

Mali | mal wieder ein Militärputsch

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Am 18. August ist der demokratisch gewählte Präsident Malis samt seiner Regierung vom Militär aus dem Amt gejagt worden. Begleitet wurde der Putsch von Plünderungen, vorwiegend der Häuser von Minister und hoher Beamter des Regimes. Der Präsident IBK (Ibrahim Boubacar Keita) hat einen Tag darauf offiziell seinen Rücktritt erklärt. Es war der vierte Militärputsch in der Geschichte Mali seit seiner Unabhängigkeit im September 1960. Zuvor hatte es wochenlang gewaltsame Proteste gegen die Regierung gegeben. Die Malier hatten den Eindruck, dass IBK zuallererst die „Schäfchen für die eigene Familie ins Trockene bringen wollte“ und erst in zweiter Linie an das Wohl der Allgemeinheit gedacht hat.

Der "moralische Anführer" der Opposition ist Mamadou Dicko, ein dem Wahhabismus zugehöriger einflussreicher Imam in Mali. Die Unzufriedenheit mit der Regierung und ihrer Ohnmacht, dem wirtschaftlichen Untergang, der Korruption und dem Terror im Land Paroli zu bieten bestand schon seit einige…

Sabalibougou | Schule im Krisenmodus

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Die SchülerInnen der christlichen Schule Pas à Pas  in Sabalibougou sind Anfang April nach Hause geschickt worden. Die Schulschließungen waren die erste Maßnahme der Regierung, um der aufkommenden Corona-Pandemie entgegenzutreten. Man folgt hier den Empfehlungen der WHO, auch deshalb, um eventuell aus Geldtöpfen zu profitieren, die als Hilfeleistung für von Corona betroffene Länder vorgesehen sind. Der Betrieb der staatlichen Schulen war bereits zuvor immer wieder durch Lehrerstreiks ins Stocken geraten und für Wochen lahmgelegt. Jetzt traf es auch die privaten Schulen des Landes. Homeschooling ist in Mali nicht möglich. Weder die Schulen noch die Familien sind auf diese Art des Lehrens und Lernens eingestellt. Das bedeutet, dass auch die Lehrkräfte zu Hause sind. Die Fortzahlung des Gehaltes in solchen Fällen ist nicht garantiert. Kurzarbeitergeld ist Fehlanzeige. Also sitzen die Lehrerfamilien auf dem Trockenen und müssen sehen, dass sie im Familienverband ihre Versor…

Was tun Missionare, wenn Gemeindehäuser dicht bleiben?

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Eine Frage, drei Antworten: 1. Wir gehen in Kurzarbeit. Wir können nicht mehr unterwegs sein wie bisher, deshalb wird Arbeitszeit gekürzt. Damit sitzen wir mit vielen ArbeitnehmerInnen aus der Wirtschaft in einem Boot. 2. Wir machen uns Gedanken, welche Bedeutung die Krise für unsere Arbeit hat und wann mit Lockerungen zu rechnen ist. 3. Wir stecken den Kopf nicht in den Sand, sondern lassen uns was einfallen.
Persönlich habe ich "dem Braten nie so richtig getraut". Als die Kontakt- und Versammlungsverbote für die Religionsgemeinschaften ausgesprochen wurden, als Schulen und Unis geschlossen wurden hatten die Betroffenen wohl zunächst damit kalkuliert, dass es nach ein paar Wochen schon im normalen Modus weitergehen könnte. Doch langsam aber sicher merken wir, dass wir mit dem Coronavirus leben müssen, zumindest so lange, bis es wirksame Heilmethoden, Medikamente und Impfstoffe gibt - und das kann bekanntermaßen bis Ende des Jahres oder Anfang 2022 dauern. Selbst dann wird es Z…

Tousséguéla | unerwartete Fortschritte

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Während unseres letzten Maliaufenthaltes sind wir mit einem kleinen Team nach Tousséguéla in den Süden Malis gereist, um Kontakte aufzubauen und einen ersten evangelistischen Einsatz durchzuführen. Es ist eine strategisch wichtige Gegend an der Grenze zur Elfenbeinküste. Neben der Kreisstadt gibt es weitere 20 Dörfer, wo es keine christliche Gemeinde gibt und wenig Christen. Während unseres Besuches Ende Januar 2020 hatten sich zwei junge Männer für den christlichen Glauben und die Nachfolge Jesu entschieden. Das Problem ist, dass es vor Ort keine Christen gibt, die sich um die jungen Leute kümmern könnten. Es fehlt an Gemeindegründern und Pastoren, die die Arbeit aufnehmen könnten. Der dort ansässige Kommandant ist selber Christ und hat bei sich zu Hause einen Gebetskreis eingerichtet. Gestern erhielten wir vom Präses unserer Partnerkirche UEPEM die Nachricht, dass es in Tousséguéla viele Menschen gibt, die sich dem christlichen Glauben anschließen möchten. Jetzt sieht sich Pastor En…

Aktion TELLERRAND - Privatschule Pas à Pas in Sabalibougou

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WIR SCHAUEN ÜBER DEN TELLERRAND ...
Trotz aller Einschränkungen vergessen wir nicht, dass das Leben weitergeht, bei uns und anderswo. Wir schauen in die Zukunft, Wir bewahren unsere Lebensfreude und Hoffnung. Deshalb sorgen wir uns nicht nur um unsere eigene Sicherheit. Wir sind mutig und schauen über den TELLERRAND. Wir engagieren uns für die, die in Vergessenheit zu geraten drohen. Wir, Christiane und Dr. Alfred Meier (Allianz-Mission), sind seit 1988 in Mali unterwegs und engagieren uns dort in kirchlichen und sozialpädagogischen Projekten. Wir haben uns in die Privatinitiative eines malischen Pastors eingeklinkt, der seit 2014 eine Schule bis zum 9. Schuljahr aufbaut. Die Privatschule entspricht den staatlichen Vorgaben und ist von den Schulbehörden anerkannt.Was uns an diesem Projekt überzeugt und begeistert: Das Schulprojekt ist eine malische Initiative. Kinder brauchen Bildung, um ihre Zukunft zu gestalten. Mali braucht Schulen, weil die Klassen überfüllt sind und unter diesen U…

Sabalibougou | wir nutzen die Pause

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Auch in Mali sind mittlerweile wegen der Coronakrise alle Schule geschlossen. Vor der Krise hatten bereits die meisten öffentlichen Schulen wegen der andauernden Lehrerstreiks ihren Betrieb eingestellt. Jetzt hat es auch alle privaten Schule im Land getroffen. Das ist eine Chance für die Christliche Privatschule Pas à Pas in Sabalibougou, die geplanten Baumaßnahmen vorzuziehen. Noch gibt es ein wenig Geld in der Kasse, um die Betondecke für das im Bau befindliche Schulhaus zu gießen. Dazu haben die Bauleiter Sand und Zement besorgt, um Deckensteine zu gießen. Außerdem musste Kies in großen Mengen angeliefert werden. Die Temperaturen steigen schon jetzt regelmäßig auf 40 Grad plus, was die Arbeiten noch anstrengender macht. Vor einigen Tagen wurde eine riesige Betonmaschine mit Pumpe herangeschafft und installiert. Das Gebäude umfasst sechs Klassenräume im Erdgeschoss und dem 1. Stockwerk. Rechtzeitig vor der Regenzeit soll die Betondecke dafür sorgen, dass die Bausubstanz nicht durch …

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