Mittwoch, 8. November 2017

Sabalibougou | da ist Leben in der Bude

Der heutige Besuch an der Christlichen Schule Pas à Pas in Sabalibougou war die reinste Freude. Seit unserem letzten Besuch im Januar sind die Bauarbeiten vorangegangen. Für die Vorschule und das 4. Schuljahr ist ein neues Gebäude erstellt worden. Die Sabine-Ball-Schule in Darmstadt ist seit einigen Jahren unser Partner.

Schüler und Eltern haben auch in diesem Jahr Aktionen durchgeführt, um Geld für die Baumaßnahmen in Sabalibougou zu ermöglichen. Es ist erfreulich zu sehen, dass dieses Geld eins zu eins in konkrete Baumaßnahmen umgesetzt wird. 
Am meisten hat uns das Leben in den Klassen und auf dem Schulhof beeindruckt. Im Oktober 2014, als wir mit dem ersten Schuljahr starteten, hatten sich 35 Kinder eingeschrieben. Die kontinuierliche Arbeit hat dazu beigetragen, dass die Schule im Dorf einen guten Ruf hat. 
Heute sind es insgesamt 245 Kinder, die zu 98 % aus muslimischen Familien kommen, und sich täglich in den Klassenträumen und auf dem Hof tummeln. Die Behörden sind zufrieden und die Eltern der Kinder auch. Da Sabalibougou ein wachsendes Dorf ist, ist auch der Bedarf an neuen Schulen groß. Einige Privatleute hatten in den letzten Jahren mit Privatschulen begonnen, die aber zum großen Teil wieder geschlossen wurden. 
Die Vorschule wird aktuell von 60 Kindern im Alter von 4 und 5 Jahren besucht. Im ersten Schuljahr haben Ende September 50 Kinder angefangen, im zweiten Schuljahr gibt es 53, im dritten 48 und in der vierten Klasse 34 Kinder. Wie immer, wurden wir mit lautem Gruß und lachenden Gesichtern begrüßt. Da ist richtig Leben in der Bude. Es macht einen Riesenspaß zu sehen, wie sich die Kinder entwickeln und die Schule ihren Beitrag im Leben der Kinder leistet. Die Lehrer machen einen guten Job und sind motiviert bei der Sache. 
Beim weiteren Ausbau der Schule haben der Kauf von Schulmobiliar und die Fertigstellung neuer Klassenräume Priorität. Pastor Enoc S., der Gründer der Schule, bat uns anschließend in sein kleines Büro. Dort haben wir die weiteren Schritte besprochen. Er hat unser volles Vertrauen. Beim gemeinsamen Blick in die Bücher (Buchhaltung) hatten wir den Eindruck, dass hier alles gut und transparent dokumentiert wurde. Auch das ist ein wichtiges Indiz dafür, dass hier seriöse Arbeit geleistet wird. Die gesamte Entwicklung macht und uns Mut, uns auch weiterhin für den Aufbau der Schule in Sabalibougou zu engagieren.