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Banamba | Knast in kritischer Zone

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Das war ein spannender Ausflug. Heute besuchten wir mit einer kleinen Delegation das Gefängnis in Banamba, ein ganzes Stück hinter der stark militarisierten Garnisonsstadt Koulikoro. Wer nach Banamba fährt, der weiß, dass sich hinter dieser Kreisstadt die djihadistischen Rebellen in weitläufigen Savannen verstreckt halten und sich auf den nächsten Anschlag vorbereiten. Unser Besuch im Gefängnis wurde möglich, weil uns die Anstaltsleiterin, eine Christin, eingeladen hatte. Vor der Einfahrt wurden wir und unser Auto von sechs schwerbewaffneten Wachsoldaten begutachtet und durchsucht und schließlich durchgewunken.  Das ganze Gelände der Anstalt gleicht einem kleinen Fort - aufgeschüttete Wälle mit Gräben davor, um dem Feind den leichten Zugang zu verwehren, Wachposten und Militärfahrzeuge an den vier Ecken und regelmäßige Patrouillen, die in unmittelbarer Nähe gefahren werden. Besonders nachts steigt die Spannung, denn man weiß nie, was kommt. Das Gefängnis war 2015 Opfer eines Ansc...

FATMES | Friedenskonferenz auf hohem Niveau

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Es waren drei Tage einer Konferenz, die ihre Spuren ziehen wird. Es war eine Premiere in zweierlei Hinsicht. Johannes Reimer war bisher der erste Gast seitens der Weltweiten Ev. Allianz, der den Weg nach Mali gefunden hat. Das war für unsere malischen Geschwister eine hohe Ehre.  So etwas spielt in Mali eine große Rolle, weil man so spürt, dass man ernst genommen wird. Zum anderen ist es uns als FATMES gelungen, erstmalig eine größere Veranstaltung mit der hiesigen Allianz zu organisieren.  Die FATMES und die Ev. Allianz Malis hatten Prof. Dr. Johannes Reimer vom Netzwerk Frieden und Versöhnung der Weltweiten Ev. Allianz auf meinen Tipp hin zu einer Konferenz eingeladen. Die Konferenz fand in diesen Tagen vom 16 bis 19. Februar 2020 im großen Konferenzsaal unserer Schule in Bamako statt. Die 78 Teilnehmer haben die Vorträge trotz des ziemlich angefüllten Programms und des ziemlich warmen Klimas mit Interesse verfolgt. Das lag auch daran, dass die Themen sehr variantenr...

FATMES | gelungener Auftakt zur Friedenskonferenz in Bamako

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Johannes Reimer ist gut gelandet und ist für die nächsten Tage unser Gast. Johannes war mein "Doktorvater" und seit dem schätzen wir uns. Wir sind froh, dass er unserer Einladung gefolgt ist und sich in den malischen Staub aufgemacht hat. An ihm beeindruckt mich die Kombination von wissenschaftlicher Arbeit, dem Mut kontroverse Standpunkte in den Raum zu stellen, seine apostolische Weite, sein initiativer Geist und die damit verbundene Praxisnähe.  Heute Morgen waren wir im Gottesdienst in Missabougou – einfach so. Wir wollten Johannes die Gelegenheit geben, malischen Flair zu tanken und sich in die Kultur einzufühlen. Rhythmus und Farben haben ihm direkt zugesagt. Ab Montag werden 80 Teilnehmer erwartet, die an der Konferenz für Frieden und  Versöhnung teilnehmen werden. Doch heute Nachmittag ging es zunächst zum Auftakttreffen an die FATMES. Die Ev. Allianz und die FATMES hatten Studierende und Lehrer aus malischen Bibelschulen eingeladen. Wir wollten den Teilnehmern...

Bamako | zu Besuch bei Freunden

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Den Mann und seine Frau kennen wir schon seit fast 30 Jahren. Als wir nach Mali kamen war er Präses seiner Kirche, der Eglise Protestante Evangélique au Mali. Ganze 12 Jahre lang hat er dieses Amt begleitet. Anfang der 1990er hat er zugestimmt, dass einer ihrer Pastoren unser Team verstärkt. Bei diesen Gesprächen haben wir uns kennengelernt. 1970 hat er seine theologische Ausbildung in der Elfenbenküste begonnen und dann lange als Pastor gearbeitet, bevor man ihn in Amt und Würden gehievt hat. Er ist ein Mann, der übergemeindlichen Kooperation. Er war mit uns daran beteiligt, mehrere Vereine ins Leben zu rufen, die sich speziellen Aufgaben gewidmet haben - der Medienarbeit oder der theologischen Arbeit. Beim Aufbau der FATMES war er mit dabei und von Anfang an einer der Befürworter der Vision. Er ist für mich persönlich ein großer Bruder, ein Berater. Ihn kann ich Dinge im Bezug auf Strategie und Kultur fragen, ohne befürchten zu müssen, dass dies irgendwie "anderweitig ver...

Tousséguéla | die Gemeinde hatte die Idee, jetzt gilt es durchzustarten

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Der Präses unserer Partnergemeinden, Pastor Enoc, war heute morgen zu einem kurzen Besuch bei uns. Nach den üblichen Plaudereien ergab sich dann ein Gespräch über die missionarische Vision der Gemeinden. Als wir neulich in Tousséguéla unterwegs waren, geschah das auf die Initiative unserer Partnergemeinde hin (siehe ausführlichen Reisebericht vom 1.2.2020). Die guten Kontakte zum Dorf und die offenen Türen während des Besuchs haben uns ermutigt, weiter zu denken und zu handeln.  Enoc ist im telefonischen Kontakt mit den Leuten vor Ort. Gestern erhielt er die Nachricht, dass sich weitere Personen für ein Leben mit Jesus entschieden haben, um Jesusjünger zu werden. Üblicherweise sagen wir dann, sie seien Christen geworden. Doch dieser Begriff ist im islamischen Kontext einseitig besetzt. Beim Wort "Christen" denken die Menschen an westlich kulturell geprägtes Christentum. Bei dem Begriff "Jesusjünger" steht Jesus im Zentrum. Das wäre eine Alternative. Zurück zum Ge...

Fombabougou | das große Finale

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Paul F. C., von der sportmissionarischen Plattform Bogo Wuli, hatte all seine Energie in die Organisation des Turniers mit Mannschaften der C-Jugend gesteckt. 16 Mannschaften aus den Stadtvierteln Titibougou und Fombabougou am östlichen Rand der malischen Hauptstadt waren anfangs am Start. Es war das zweite Turnier, was Bogo Wuli hier durchgeführt hat. Wer verliert, der fliegt. Wer gewinnt, kommt eine Runde weiter. So lautete der vereinbarte Spielmodus. Und heute nachmittag standen sich die beiden Finalisten in einem spannenden Match gegenüber. Das Spiel endete 2:1. Wir nahmen die Gelegenheit war, die Leute am Spielfeldrand zu grüßen und kurze Gespräche zu führen und bei der Übergabe des Pokals dabei zu sein. Dabei gab es naturgemäß fröhliche und traurige Gesichter. Christiane hat versucht, den kleinen Torwart der Verlierermannschaft zu trösten. Paul ist ein motivierter Sportjournalist und jemand, der was auf die Beine stellen kann. Er macht aus seinem Herzen keine Mördergrube....

Mali | George C. Reed - begeistert von großen Pionieren

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Da liegen schon einige Jahre dazwischen. George C. Reed, einer der großen Pioniere der protestantischen Missionsarbeit in Mali, hatte bereits 1951 seinen verdienten Ruhestand angetreten. Wir sind erst 1988 nach Mali gekommen. Doch die Spuren seiner Arbeit sind immer noch zu sehen, ein Grund genug, auf Entdeckungsreise zu gehen, um Reed und seine Arbeit etwas näher kennenzulernen. George C. Reed lebte von 1872 bis 1966. Nach seiner theologischen Ausbildung am Oberlin College wurde er 1896 Missionar der Gospel Missionary Union (GMU) und begann schon ein Jahr später eine pioniermissionarische Arbeit in Marokko. Dort lernte er Arabisch und einen schwierigen Dialekt der Berber (Shilha). Er blieb bis zum Start der Arbeit in Mali in Nordafrika. Seine Zeit dort wurde lediglich von einigen Reisen unterbrochen. Gemeinsam mit seinem Vetter Clinton übersetzte er in Marokko die Evangelien Matthäus und Johannes, die Apostelgeschichte und den Brief an die Römer ins umgangssprachliche Arabisch....

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