Sonntag, 29. Mai 2016

Bamako | Ibrahimovic & Co. getauft


Heute haben wir in Bamako-Quinzambougou Ibrahimovic getauft. Und mit ihm waren es 89 Täuflinge, die im Rahmen der großen Taufe im Gemeindebezirk ihren Glauben an Jesus Christus sichtbar zum Ausdruck brachten. In Wirklichkeit hieß der junge Mann natürlich nicht Ibrahimovic und auch nicht Zlatan, sondern Traoré. Er war auch nicht eigens aus Paris eingereist, sondern ...
kam aus der Gemeinde in Niamana, einem wachsenden Zentrum östlich von Bamako. 
Es war ein großartiges Erlebnis. Die Täuflinge im Alter zwischen 14 und 60 Jahren hatten in ihren Ortsgemeinden einen Taufunterricht durchlaufen und waren in Begleitung ihrer Freunde und ihres Gemeindepastors angereist. Auch ein ehemaliger Muezzin war unter den Täuflingen. Am gleichen Tag wurden in Segou weitere zehn Christen getauft.



Längst nicht alle Christen, die regelmäßig zum Gottesdienst kommen und sich selber als Gemeindemitglieder bezeichnen würden, sind getauft. Oftmals braucht es den äußerlichen Anstoß eines Tauftermins, der sie ins Nachdenken bringt und den Entschluss reifen lässt. Oft ist es aber auch die Angst, als getaufter Christ von Freunden und Kollegen gemieden zu werden, oder der Druck in den Familien, die junge Christen zögern lässt.


Die meisten der Taufkandidaten waren Jugendliche. Das ist ein gutes Zeichen. Es zeigt, dass die Zeit zwischen Bekehrung und Taufe nicht allzu groß war. Viele Christen denken, man müsse sich erst jahrelang als Christ bewähren, um für die Taufe geeignet zu sein. Taufe als Belohnung für glaubwürdiges und ehrliches Christsein ? Dieses Missverständnis können wir nur durch eine gesunde biblische Tauflehre ausräumen, und die Taufe dort ansiedeln, wo sie theologisch und zeitlich hingehört – in die Nähe der bewussten Glaubensentscheidung für ein Leben mit Jesus Christus. Darauf hat Pastor Abdou Coulibaly in seiner kurzen Ansprache deutlich hingewiesen.