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FATMES - Missionsgeschichte

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Das vorwiegende Ziel meiner Malireise war der Unterricht an der FATMES, unserer theologischen Ausbildungsstätte in Bamako. Vor 24 Jahren sind wir als Familie nach der Fertigstellung meiner Doktorarbeit nach Mali ausgereist, mit dem Ziel, gemeinsam mit unseren malischen Mitstreitern ein theologisches Ausbildungszentrum aufzubauen. Das Institut feiert demnächst sein 25-jähriges Jubiläum. Von meinem Quartier bin ich jeden Tag mit dem Taxi nach Niamakoro zur FATMES gefahren - einmal sogar mit einem Motorradtaxi. Das war eine bisher einmalige, abenteuerliche Erfahrung. Die beiden Wochen der Vorlesungen haben ausgereicht, um einen Einstieg in die allgemeine Missionsgeschichte zu geben, die sich mit strategischen und chronologischen Aspekten der Missionsgeschichte in Europa. Asien, Ozeanien und Amerika beschäftigt. Für die Missionsgeschichte Malis und die des afrikanischen Kontinents gibt es jeweils eigene Kurse. Elf Studierende gaben sich jeden Tag ein Stelldichein. Mich hat ihre Motivation ...

Kouloubléni 31

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Vor 31 Jahren haben wir mit der Gemeindegründungsarbeit im Stadtviertel Kouloubléni Bamako begonnen. Heute gibt es dort eine stattliche Gemeinde, mit ca. 300 Gottesdienstbesuchern. Alleine der Kindergottesdienst wird von ca. 50 Kindern besucht, in einem eigenen Raum, der sich am anderen Ende des Hofes befindet. Neben der Bühne hängt immer noch als Pinnwand die Abdeckung des Wickeltisches, den wir in unserem Haus hatten, als unsere jüngste Tochter im Oktober 1994 geboren wurde. Christiane war damals 31. Unsere Tochter wird in diesem Jahr 31. 31 - nur eine Zahl, aber sie ist mit soviel wertvollen Erinnerungen verbunden, die mir durch den Kopf gehen, während ich vorne auf der Bühne neben dem Pastor und den Gemeindeleitern sitze und auf meine Predigt warte, zu der ich ganz spontan eingeladen wurde. In meiner Bibel steckte Gott sei Dank noch ein Predigtkonzept, das ich nutzen konnte. Der Pastor teilt bei der Einführung der Gemeinde mit, dass Christiane verstorben ist, was viele, aber noch n...

Und immer wieder Spuren

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Die Temperaturen sind gestiegen in den letzten Tagen. 35 Grad. Und dazu ein ziemlich warmer Wind, der über die Straßen fegt und den Staub in den Ecken ansammelt. Nicht vom Wind verweht sind die virtuellen Spuren von Christiane, die ich überall entdecke, wo ich hingehe. Draußen im Hof, wo wir vor einigen Jahren noch Federball und Indiaka gespielt haben. Auf den Fluren und in der Bibliothek der FATMES, wo Christianes Handschrift überall auf den Buchrücken auftaucht. Die Räume des Appartements, wo ich untergebracht bin, haben wir bis 2021 noch gemeinsam während unserer Besuche in Mali bewohnt. In der roten Kiste, wo wir die malischen Kleidungsstücke aufbewahren, die wir nicht mit nach Deutschland genommen haben, entdecke ich die alte in Leder eingebundene Bambarabibel von Christiane. Ich nehme sie in die Hand und wische sie sauber. Ich werde sie in den Koffer packen und mit nach Deutschland nehmen, samt der letzten Notizen von Bibelarbeiten, die sich hier und da finden. Wertvolle Spuren, ...

Pfingsten - Fest des Aufbruchs

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Als an Pfingsten der Geist Gottes über den Köpfen der Menschen schwebte und in ihre Herzen eindrang, geschah dies trotz der vorherigen Ankündigung Jesu auf eine eher unsensible, fast überfallartige Weise. Der Einbruch des Heiligen Geistes in das Leben der Jünger Jesu veränderte ihr Denken und Handeln radikal. Aus Angsthasen wurden mutige Bekenner, aus einer zurückhaltenden Minderheit wurde eine weltweite Bewegung. Die Jesus-Bewegung basierte auf einem geistlichen Aufbruch, der seinesgleichen sucht. Sie verdankte ihren Erfolg nicht den wenigen Jüngern und Aposteln, die der historische Jesus berufen hatte. Der Erfolg lag darin, dass die apostolische Mentalität, das Evangelium zu bezeugen, nicht an kirchlichen, generationellen oder soziologischen Grenzen Halt machte. Apostelgeschichte 2,17 weist auf diese ungewöhnliche Horizonterweiterung hin: „Am Ende der Zeiten‹, sagt Gott, ›werde ich meinen Geist über alle Menschen ausgießen. Dann werden eure Söhne und eure Töchter prophetisch ...

Das Geburtstagskind und der Rassismus

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... ein philosophiegeschichtlicher Einschub aus aktuellem Anlass. Glückwunsch - es ist bemerkenswert, dass sich Denker auf der ganzen Welt noch immer auf einen Mann berufen, der im 18. Jahrhundert philosophisch gearbeitet und Generationen nach ihm nachhaltig beeinflusst hat. Die Rede ist von Immanuel Kant (1724-1804), dem großen Philosophen aus Königsberg (heute Kaliningrad). Im Zuge der Rassismus-Debatte der letzten Jahre ist in zahlreichen Beiträgen, Foren und Konferenzen immer wieder die Frage gestellt worden: War Kant ein Rassist? Müssen wir ihn, den großen Kant, vom Sockel holen? - Manche sagen, seine Äußerungen zu den Rassen seien persönliche, vorkritische Bemerkungen gewesen, Randnotizen, und hätten nichts mit seiner eigentlichen Philosophie zu tun. Manfred Geier, Germanist und Kantkenner vertritt diese These. Andere hinterfragen dies und sind der Meinung, dass man bei einem Philosophen persönliche Meinung und philosophisches Konzept nicht voneinander trennen kann. Eine ziemlich...

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