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Gedanken an einem unrunden Hochzeitstag

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Heute feiern wir unseren 31. (in Worten: einunddreißigsten) Hochzeitstag. Der Blumenstrauß von damals und das violette Band, das ihn zusammenhielt sind längst verschwunden. Doch unsere Liebe und die Hochachtung füreinander haben all die Jahre überdauert. Bei dem vielen Hin und Her in unserem Leben, der Erziehung unserer fantastischen vier Kinder, denen wir gemeinsam den Weg ins Leben gezeigt haben, sind wir in der Treue zueinander gewachsen. Wir haben gelernt, durch Dick und Dünn zusammen zu stehen und uns den Herausforderungen des Lebens zu stellen.

Koulikoro | Besuch im Hochsicherheitstrakt

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Seit November letzten Jahres hat sich die Situation im Gefängnis der Garnisonsstadt Koulikoro verändert. Koulikoro liegt ca. 65 km von der malischen Hauptstadt Bamako entfernt. Hier sitzen einige Jihadisten ein, die im hohen Norden Malis gefangen genommen und von einem Gericht in Bamako zu langen Haftstrafen verurteilt wurden. Aus Sicherheitsgründen mussten wir unsere Arbeit mit den Insassen unterbrechen. Wir sind jedoch dankbar, dass unser Kollege mit einem kleinen Team einen Weihnachtsgottesdienst abhalten und Essen verteilen konnte. Gemeinsam waren wir letzten Mittwoch unterwegs in Koulikoro. Bei unserem Besuch in der großen vergitterten Gemeinschaftszelle wurden wir von Wachpersonal begleitet. Auch das ist eine Änderung im Vergleich zu den Besuchen im letzten Jahr. Während der Andacht beobachten wir, dass hellheutige Gefangene uns zuhören. Es sind Leute, die offensichtlich einen arabischen Hintergrund haben. Alfred predigt an diesem Morgen über die Sternsucher aus dem Orient, d...

Trost an Tagen wie diesen

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Gott spricht: "Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet" - Jesaja 66,13 Die Jahreslosung spricht von den mütterlichen Zügen Gottes. Mütter können offenbar besser trösten als Väter. Gott ist alles in allem und es tut gut, dass uns die Bibel Gott nicht nur als den Schöpfer, den Initiativen ergreifenden Vater, den Richter und Herrn der Welt vorstellt - sondern auch als Mutter, die liebt, die umarmt und die tröstet. In unserem Leben ist nicht immer alles nur schön und so, wie wir es gerne hätten. Manchmal treffen wir Entscheidungen, die falsch sind, und wir werden schuldig. Es gibt Erfahrungen und Erlebnisse, auf die wir gerne verzichten würden, wie Krankheit, Schmerz, der Verlust eines lieben Menschen, oder Streit - sei es in der Familie,  mit Arbeitskollegen oder Nachbarn. Solche Erfahrungen lösen Ärger oder gar Wut aus. Sie können Menschen auseinander bringen. Wir machen Gott Vorwürfe, weshalb er solche negativen Dinge in unserem Leben zulässt, oder wir had...

Bamako | jetzt rollt der Ball

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Das war ein gelungener Einstieg. Ein junger christlicher Geschäftsmann ergreift mit ein paar Freunden die Initiative und gründet einen christlichen Fußballverein. Zu den Spielern gehören aber nicht nur Christen, sondern auch eine ganze Menge Muslime. Das ist eher selten in Mali und darum allen Lobes wert. Alfred wurde von der Vereinsspitze als Schirmherr ernannt. Heute Nachmittag waren wir zur offiziellen Einweihungsfeier nach Doumanzana, einem östlichen Stadtteil Bamakos geladen.  Ein paar Hundert Leute waren anwesend – junge und alte und die Vertreter aus Religion und Politik. Das malische Staatsfernsehen und ein christlicher Radiosender dokumentierten den Event und führten Interviews. Der Ehrengast der Veranstaltung war Salif Keita, der bekannteste malische Fußballer, der 1972 mit dem Goldenen Ball ausgezeichnet wurde. Auch der Imam des Stadtviertels war anwesend. Nach lauter Musik startete die erste Hälfte des Fußballspiels. In der Halbzeitpause hatte Alfred neben dem V...

MALI | wir schauen mal zurück

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Wir lassen das Jahr 2015 langsam zurück. Nächste Woche werden wir uns nach Deutschland aufmachen, um dort den Resturlaub zu verbringen. Wir freuen uns auf die Begegnungen in unseren Familien und mit unseren Kindern. Die Koffer sind noch nicht gepackt. Die Tage sind noch mit Arbeit und Sitzungen gefüllt. Die Klausurtagung mit unseren Kollegen wird heute zu Ende gehen. Am Samstag fährt Alfred zu einer Veranstaltung, bei der ein christlicher Fußballverein der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Am Sonntag steht der letzte Gottesdienst mit Predigt in unserer kleinen Gemeinde in Sabalibougou auf dem Programm und nachmittags noch eine Sitzung mit den Leuten von der sportmissionarischen Arbeit. Der Wochenanfang steht noch einmal im Zeichen der Schule in Sabalibougou und der FATMES – noch einmal Sozialkunde und vier Stunden Griechisch. Dann packen wir und freuen uns auf den Flug nach Deutschland. Wenn wir auf das letzte Jahr zurückblicken merken wir, wie viel es hier in Mali noch zu tun gi...

Sabalibougou | die Toilette steht

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Es ist ein kleiner weiterer Schritt beim Ausbau der Infrastruktur an der kleinen christlichen Schule in Sabalibougou.  Dank der kontinuierlichen Unterstützung unserer Freunde konnten wir die Schultoilette erweitern. Es handelt sich um ein einfaches Plumpsklo mit Dusche mit freiem Abgang der entsprechenden Düfte nach oben – ganz so, wie es die meisten Kinder von zu Hause gewohnt sind. Das Ausheben des 2 Meter tiefen Lochs war bei dem felsigen Untergrund eine recht mühsame Arbeit. Die zusätzliche Toilette war dringend notwendig. Bei 90 SchülerInnen ist eine Latrine einfach zu wenig. Im sozialkundlichen Unterricht bringt Christiane den Kindern bei, wie sie auf Hygiene und Gesundheit achten können. Viel zu oft kam es vor, dass die Kinder ihr „kleines Geschäft“ einfach hinter einem Busch oder ganz ungeniert auf dem Schulhof erledigten. Dafür gibt es jetzt keine Ausrede mehr. Es bleibt zu hoffen, dass die Lehrer jetzt mehr darauf achten, dass die Kinder die neuen „sanitären Anlagen“ a...

Bamako | die Angst gehört dazu, aber sie bestimmt uns nicht

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Quelle: RFI Afrique Die versuchte Geiselnahme in einem Luxushotel der malischen Hauptstadt Bamako ist zu Ende. Aber nicht einfach so. Am Ende dieses Tages zählen wir 20 Tote oder mehr. Dazu gehören Hotelpersonal, Geiselnehmer und Hotelgäste. Vor der Befreiung durch malische und internationale Spezialeinheiten waren ca. 180 Menschen der Willkür der Terroristen ausgesetzt. Islamisten haben sich mittlerweile zu der Aktion bekannt.  Ob es sich hier um Ableger des Islamischen Staates handelt oder um in Westafrika seit längerem agierende Terrorzellen, das ist noch nicht klar. Zwei Gruppen haben sich bisher offen zum Anschlag bekannt. Die eine nennt sich Al-Mourabitoun, eine im Norden Malis ansässig Rebellengruppe und zum anderen die Front de Libération du Macina, deren Anführer ein radikaler Imam aus Mali ist. Wer sich mit wem verbündet hat, darüber kann nur spekuliert werden. Letztlich dienen die Anschläge der gemeinsamen Sache. Islamisten weltweit werden sich wieder ins Fäustc...

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