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Mali | auf einem guten Weg

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Die politische Krise in Mali ist überwunden. Die Präsidentschaftswahlen sind friedlich und ohne große Beanstandungen verlaufen. Ibrahim Boubacar Keita, seit 4. September offiziell im Amt, ist der neue starke Mann im Land. Mit Hilfe der internationalen Staatengemeinschaft ist es der Übergangsregierung unter Präsident Traoré gelungen, die Rebellion im Norden des Landes einzudämmen sowie den Vormarsch der radikalen Islamisten zu verhindern. Nach wie vor hat Mali große Probleme, die durch die kritische Lebensmittelversorgung sowie die jüngsten Schäden und Opfer während der Regenzeit bedingt sind. Die künftige Regierung hat die schwierige Aufgabe, die Sicherheit Malis durch Polizei und Armee zu gewährleisten und den Prozess der Versöhnung zwischen den von der Rebellion im Norden betroffenen Volksgruppen (vor allem Tuareg, Songhai und Peulh) konstruktiv zu gestalten. Die Tuareg drängen nach wie vor auf politische Autonomie in denen von ihnen bewohnten Gebieten im nördlichen Mali.  D...

Erst Malaria - dann Urlaub

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Während meiner Reise in den Benin Anfang Juli habe ich mir eine Malaria eingefangen. Etwa 10 Tage nach der Rückkehr aus Westafrika ist sie ausgebrochen. Die Folgen: Fieberschübe und Schüttelfrost mitten im Sommer. Im Uniklinikum Bonn sind Untersuchungen durchgeführt worden. Das verschriebene Medikament hat gewirkt, aber es war ein richtiger Hammer mit einigen unangenehmen Nebenwirkungen. Zweieinhalb Wochen war ich außer Gefecht. Viele nette Menschen haben nachgefragt und gebetet. Zum Glück war der Urlaub nicht in Gefahr. Christiane und ich waren knapp drei Wochen mit dem Zelt in Frankreich unterwegs. Landschaften genießen in den Vogesen, kirchenhistorische Einblicke in Cluny/Burgund und danach Strand pur am Atlantik. Bei Fahrradtouren durch die herrlichen Pinienwälder konnten wir uns erholen und Kraft tanken. Die Arbeit hat wieder begonnen. Christiane ist unterwegs als Krankenschwester und ich bereite mich auf das neue Schuljahr am Theologischen Seminar Rheinland vor. Es ist mein le...

Mali | zwischen Hoffnung und Entsetzen

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Der Wahlkampf in Mali ist in seiner heißen Phase. 28 Politiker hatten ihre Kandidatur zur Präsidentschaftswahl am 28. Juli angemeldet. Ein Kandidat ist inzwischen abgesprungen. Die Zeit sei viel zu kurz, die Wahlen seien schlecht vorbereitet und der Druck der Franzosen auf die Einhaltung der Fristen viel zu groß, so die Begründung. In weiten Teilen der Bevölkerung hält man die Termine der einzelnen Wahlgänge für zu früh angesetzt. Der amtierende Übergangspräsident Traoré hat letzte Woche jedoch bekräftigt, dass er selbst und nicht die französische Regierung den Termin festgelegt und befürwortet habe. Inzwischen sind zahlreiche Wahlbeobachter in Mali eingetroffen. Die Kandidaten sind auf einen fairen Wahlkampf eingeschworen worden. Die erste Woche des offiziellen Wahlkampfes ist zufriedenstellend verlaufen. Die Armee wird geschult und auf ihre neutrale Rolle bei den Wahlen vorbereitet. Inzwischen sind die Banken in Gao, Timbuktu und Mopti wieder geöffnet worden. Normalität kehrt zu...

Mission ist kein Luxus, den man sich leistet

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Gottes Mission in der Welt ist radikal, herausfordernd und zielführend. Mission ist kein Luxus , den sich Christen und Kirchen leisten, um zu unterstreichen, wie ernst sie es mit dem Glauben meinen. Auch wenn christliche Mission von einigen Zeitgenossen kritisiert oder für überholt angesehen wird, gehört sie zum Kerngeschäft der Nachfolger Jesu. Warum? Weil Jesus sich selber „auf die Socken gemacht hat“. Er war als Gesandter, als Missionar, unterwegs in der Sendung seines Vaters. Er hat sie begonnen und zu Ende gebracht und dafür einen Preis gezahlt. Und Christen werden eingeladen, sich in diese Sendung einzuklinken. Mission ist also nicht einfach ein Job, den sich die einen aussuchen, und den die anderen dankend ablehnen. Mission ist eine Mentalität, eine Einstellung zum Leben, die darüber entscheidet, ob man wirklich verstanden hat, was es bedeutet Christ zu sein. Lukas 10,1-12 ist ein Text, der die Sendung der Jünger sehr radikal und eindringlich beschreibt. Und hier stellt J...

Partnerschaft in Afrika | so kann es einem gehen

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"Glaubt ihr, dass auch wir Afrikaner gute Ideen haben?". "Seid ihr bereit, uns euer Geld anzuvertrauen?" Kritische Fragen eines afrikanischen Gesprächspartners, der offenbar mit Leuten aus dem Westen zu tun hatte, die Afrikanern wenig zutrauten. Es liegt auf der Hand, dass eine Atmosphäre, die von Misstrauen und übertriebenem Hang zur Kontrolle geprägt ist, keine gute Basis für partnerschaftliche Kooperation ist. In Begegnungen mit afrikanischen Partnern merke ich, selbst nach über 50 Jahren politischer Unabhängigkeit der meisten afrikanischen Staaten, dass der Schmerz der Kolonialisierung und des gewaltsamen westlichen Imperialismus immer noch vorhanden ist. Hinzu kommt, dass Afrikaner hier und da negative Erfahrungen mit westlichen Partnern, auch Missionaren, gemacht haben und verletzt wurden. Diese negativen Erlebnisse werden mitgeschleppt und auf andere Partner projeziert. Die Verletzungen heilen möglicherweise sehr langsam. Schade aber verständli...

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