Mali | Versöhnung und Frieden sind die entscheidenden Themen
Die aus dem Norden Malis zurückgedrängten radikalen Islamisten verlegen ihre terroristischen Operationen in westafrikanische Nachbarländer. Im Niger wurde ein Selbstmordattentat mit verheerenden Folgen verübt. Über 20 Menschen sind dabei ums Leben gekommen. Es liegt die Vermutung nahe, dass es sich dabei um Mitglieder der MUJAO (Bewegung für Einheit und Jihad in Westafrika) handelt. Außerdem haben die radikalen Kräfte erklärt, dass französische Interessen (Industrieanalgen und andere Infrastrukturen) in Zukunft verstärkt Ziel von Attacken sein werden. Die im hohen Norden Malis liegende Stadt und Region Kidal ist nach wie vor von Tuareg dominiert und beherrscht. Die malische Armee hat bisher keinen Zugang zur Stadt. Dies ist aber nicht in erster Linie dem mangelnden Durchsetzungsvermögen der malischen Streitkräfte geschuldet. Die Franzosen und die Zentralregierung in Mali verfolgen offenbar das Ziel, die Tuareg als serösen Verhandlungspartner zur Befriedung des nördlichen Malis...