Donnerstag, 28. Juni 2018

Mali | Reis, Bohnen und Evangelium für Gefangene


Das Einzugsgebiet ist beträchtlich. "Bei den verschiedenen Besuchen in den Gefängnissen in der malischen Hauptstadt Bamako, in Kati und in Koulikoro, hat unser Team in Mali Kontakt zu fast 400 jugendlichen und erwachsenen Gefangenen", berichtet Pastor Enoc S., der Leiter der Gefängnisarbeit in Mali. Jeden Dienstag und Freitag fahren einige Kollegen nach Kati. Dort werden einmal pro Woche
aus 25 kg Bohnen und Reis Mahlzeiten vorbereitet und verteilt, die vorwiegend den Insassen zugutekommen, die nicht von ihren Familien besucht und versorgt werden. Der ganzheitliche Ansatz steht hier im Vordergrund. Die Pastoren sind im Auftrag der Ev. Allianz Malis unterwegs. Sie besuchen die Inhaftierten in ihren Zellen, predigen das Wort Gottes, geben geistliche und moralische Orientierung und sind offen für die Fragen ihrer Zuhörer. Das ist ein wesentlicher Beitrag für den Prozess der Resozialisierung.
Pastor Goita schreibt in seinem Bericht: "Im März wurden jeweils 10 Säcke Reis an die Gefängnisse in Kati und Koulikoro geliefert. Auf dem Weg zu den Gefängnissen machen wir Halt an einer Bäckerei und erstehen dort einige Säcke mit getrocknetem Brot. Das wird dann später in Wasser oder Milch getaucht und dient den Gefangenen als zusätzliche Nahrungsquelle." Die Ernährungssituation wird durch diese Maßnahmen erheblich verbessert. Außerdem besorgen unsere Pastoren Hygieneartikel wie Seife und Medikamente, die in Zusammenarbeit mit Krankenpflegern und Ärzten an kranke Gefangene verteilt werden. Wenn Gemeindeglieder Altkleider zur Verfügung stellen, werden die an die besonders bedürftigen Gefangenen verteilt. Auch die Inhaftierten im Jugendgefängnis am Rande Bamakos kommen nicht zu kurz.
Aus eigener Beobachtung und Erfahrung wissen wir, wie sehr der Einsatz unserer Kollegen und die Unterstützung von den Leitern und dem Wachpersonal der Anstalten geschätzt werden.