mercredi 15 novembre 2017

Dangassa | Staub. Skorpione. hartnäckige Geister

Es ist ein strategisch wichtiges Gebiet. Als Goldwäscher, Fischer, Spediteure, Ackerbauern und Händler verdienen die Menschen hier ihr Geld. Unsere Partnergemeinden engagieren sich seit einigen Jahren in dem weiten Gebiet im Südwesten Malis, zwischen Bamako und Niger, wo sich das Gebiet der Malinke erstreckt. Hier gibt es in jedem Dorf eine Moschee. Außerdem ist der Animismus stark verbreitet. Christliche Gemeinden zählt man allerdings sehr wenige.
Vereinzelt leben in den Dörfern in der Umgebung von Dangassa Christen, die hierher als Beamte, Lehrer und Krankenpfleger versetzt wurden. Umso beachtenswerter ist der Pionierdienst, der hier von unseren malischen Kollegen weit vom Schuss getan wird. Hier sind Schlangen keine Seltenheit. Christiane traf eine davon in der Freilufttoilette. Viel Staub und Skorpione und hartnäckige Geister.
Diese Gegend ist nichts für pastorale Verwalter etablierter Gemeinden. Jeder Quadratmeter Erde muss hier sorgfältig gepflügt werden. Jeder Hof, die Märkte und die Schulen bedürfen der besonderen Aufmerksamkeit. Es sind die Räume, wo neue Kontakte entstehen. Die Herausforderungen sind mit Händen zu greifen, wenn man durch die Straßen geht, sich auf den Märkten und an Treffpunkten der Jugendlichen umschaut.  
Seit einigen Wochen ist Pierre der neue Pastor in Dangassa. Er baut Beziehungen und leitet den Gottesdienst in der jungen Gemeinde, der von ca. 40 Personen besucht wird. In den Nachbardörfern besucht er die vereinzelten Christen, ob katholisch oder evangelisch und hilft aus, wo er kann. Der zuständige Gemeindedistrikt hat zwei Grundstücke in Nachbardörfern erworben, auf denen mittelfristig Gemeindezentren und Pastorenhäuser entstehen sollen. Gemeindegründung auf roter, trockener Erde, vom Nullpunkt an – das ist eine steile, energieintensive Angelegenheit. Der Besuch heute war eine Ermutigung für den jungen Pastor und seine Familie. Die Situation hat uns an unsere eigenen Anfänge in Soufouroulaye in der Region Mopti erinnert, wo wir Anfang der 90er Jahre selber als Gemeindegründer aktiv waren.


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