Montag, 27. Februar 2017

Allianz Mission | Impulstag mit politischer Note

250 Besucher kamen am 25. Februar 2017 nach Dietzhölztal-Ewersbach zum diesjährigen Impulstag VIELFALT LEBEN, der gemeinsam von der Allianz-Mission und dem Bund Freier Ev. Gemeinden organisiert wurde. Es gab zwei Plenumsveranstaltungen und zwei Zeiten, an denen diverse Seminare und Workshops rund um das Thema Migration und multikulturelle Gemeinden stattfanden. Begegnungen und Gespräche in den Pausen rundeten das bunte Treffen ab.
Bemerkenswert und der Thematik vollkommen angemessen war die Tatsache, dass politische Fragestellungen ihren Platz fanden. Dagmar Schmidt, Bundestagsabgeordnete aus dem Lahn-Dill-Kreis war eine angenehme und kompetente Gesprächspartnerin. Wie können moralisch vertretbare Lösungen auf die Migrationsproblematik gefunden werden? Welche Fluchtursachen gibt es, und wie können wir ihnen wirksam und auf eine konstruktive Art und Weise begegnen? Wie gelingt es, an den "großen Rädern", der aus der Perspektive armer Länder unfairen internationalen Handelspolitik, zu drehen? - Diese Fragen und Themen waren Gegenstand eines Podiumsgesprächs in der ersten Plenumsveranstaltung am Vormittag. 
Neben missionarischen Perspektiven und interkulturellem Know-How benötigen wir in diesen Tagen ein sensibles politisches Gewissen. Die Willkommenskultur der letzten Monate droht durch eine politisch korrekte Abschiebekultur ersetzt zu werden. 
Wir benötigen die Stimmen aus unseren Reihen, die das anmahnen und der unter politischem Druck entstandenen unfairen und moralisch zweifelhaften Abschiebepolitik einen Riegel vorschieben.
Es war ermutigend zu sehen, dass es in unseren Gemeinden viele engagierte Mitarbeiter gibt, die mit ihrer konstruktiven Sicht, Flüchtlinge nicht als Bedrohung, sondern als Bereicherung ansehen. In Deutschland entstehen immer mehr multikulturelle Gemeinden, Darauf wies Stephen Beck in seinem Vortrag hin. Es gibt Gemeinden in Deutschland, die Menschen aus anderen Kulturen mit viel Engagement und Freude integrieren. Andere lassen sich von Migranten überraschen und tasten sich mutig vorwärts. Allerdings gibt es auch Gemeinden, die Fremden in ihren Reihen skeptisch und abweisend gegenüber stehen. Wir müssen gemeinsam lernen, dass die aktuellen Entwicklungen von Gott gebraucht werden, um unser Land geistlich zu erneuern, den missionarischen Gedanken zu beleben und die Gemeinde Jesu Christi das werden zu lassen, was sie aus der Sicht Gottes sein soll - eine Gemeinde aus vielen Völkern und Kulturen, die ihren Schöpfer und Herrn gemeinsam anbeten.

Das Skript zum Workshop FLUCHTURSACHEN VERSTEHEN